Hungerhilfe

Seit einigen Jahren macht sich die globale Klimaerwärmung in Tansania drastisch bemerkbar. In Ifakara wird hauptsächlich Reis und Mais angebaut. Eine große Trockenheit und Dürre traf heuer die Region erneut. Markante Ernteausfälle sind jetzt die Folge. Landwirtschaftlicher Eigenanbau mit der Hand ist die Arbeit für die große Bevölkerungsmehrheit. Die Ernte sichert einen großen Teil der Ernährung und ist die einzige Einnahmequelle für das nötige Bargeld durch den teilweisen Verkauf.

ein teilweise abgeerntetes Feld, das die Frauenbewegung bestellt

Die Folgen dieser Ernteausfälle werden zum Jahresende viele Menschen treffen, wenn alle Vorräte aufgebraucht sind und damit auch das Saatgut, mit dem erneut gepflanzt werden muss. Vor drei Jahren hat der Verein sich dazu entschlossen eine finanzielle Hungerhilfe in der Höhe von € 5.000,- einzurichten, die jederzeit in der Not abrufbar ist und wieder neu aufgestockt wird. Im vergangenen Jahr konnten wir mit einem Betrag von € 2.500,- 584 Menschen in ihrer Hungersnot unterstützen.

Mais in der Mühle zum Trocknen

2009 haben wir uns in Absprache mit der Pfarre Ifakara dazu entschlossen, jetzt, da die Preise aufgrund der laufenden Ernte relativ niedrig sind, um € 3.000,- Mais einzukaufen und diesen in der Leprastation Nazarethi in Ifakara, die auch vom Pfarrer geleitet wird, einzulagern. Die Preise für Mais werden bis zum Jahresende hin kontinuierlich steigen und wenn die große Not die Menschen treffen wird, explodieren. Dann aber können wir den Bedürftigen mit den günstig eingekauften Mitteln helfen.

Der Pfarrer führt eine genaue Liste über die Familien, die Alten und Kranken, die unterstützt werden und legt wie in der vergangenen Zeit darüber Rechenschaft ab.